1. Erst die Ausgangslage notieren
Wir klären Objektart, Lage, Nutzung, grobe Flächen, bekannte Modernisierungen und den gewünschten Zeitrahmen. Ist die Wohnung vermietet oder das Haus noch bewohnt? Diese Fragen beeinflussen Präsentation, Käuferkreis und die Organisation von Terminen. Ungeprüfte Angaben bleiben als offen markiert.
2. Arbeiten nach Wirkung statt nach Bauchgefühl auswählen
Ordnung, Licht und gut zugängliche Räume helfen bei Fotos und Besichtigungen. Bekannte Schäden werden sachlich erfasst. Ob sich eine größere Renovierung vor dem Verkauf lohnt, lässt sich nicht pauschal entscheiden: Wir prüfen zuerst Aufwand, Objektzustand, Zielgruppe und möglichen Preisrahmen. Eine neue Küche oder ein frisch gestrichener Raum ist keine Garantie für einen höheren Erlös.
3. Fotos sollen die Immobilie erklären
Gute Bilder zeigen Räume bei geeignetem Licht, mit nachvollziehbaren Perspektiven und ohne übertriebene Bearbeitung. Grundriss und Fotos sollten zusammenpassen. Besondere Merkmale gehören dazu, aber auch Bereiche, zu denen Interessenten Fragen haben werden. Ein Bild darf keinen Zustand versprechen, den die Besichtigung nicht bestätigt.
4. Unterlagen und Aussagen abgleichen
Wohnfläche, Baujahr, Ausstattung, Modernisierungen und laufende Kosten sollten vor Veröffentlichung mit den verfügbaren Unterlagen abgeglichen werden. Für Eigentumswohnungen kommen Informationen der Gemeinschaft hinzu; bei vermieteten Objekten der Mietvertrag. Die Dokumentenübersicht hilft dabei, Fehlendes gezielt zu beschaffen.
5. Besichtigungen planbar machen
Vor dem ersten Termin legen wir fest, wann die Immobilie gezeigt werden kann, welche Fragen schon beantwortet sind und welche Informationen erst geprüft werden müssen. Bei bewohnten Immobilien wird der Ablauf mit den betroffenen Personen abgestimmt. Interessenten erhalten ein zutreffendes Bild, ohne dass jede offene Frage sofort beantwortet werden muss.
Ein sinnvoller erster Schritt
Schreiben Sie drei Listen: „belegt“, „unklar“ und „vor Fotos oder Besichtigungen zu erledigen“. Mit dieser Grundlage lässt sich eine Präsentation planen und ein Angebotspreis besser einordnen. Die Checkliste führt durch die ersten Unterlagen und Entscheidungen. Weitere Themen stehen im Immobilienwissen.

